Silas

Tugend stellt die Basis der buddhistischen Praxis in allen Traditionen als Teil des Achtfachen Pfades dar und ist für einen erfolgreichen und ernsthaften Weg unumgänglich. Die Fünf Silas bezeichnen die grundlegenden Übungsregeln zur Entwicklung von Sittlichkeit (pali sīla).

Die Silas sind praktische Zusammenfassungen von Übungsvorsätzen für die Entwicklung des Tugendabschnitt des Edlen Achtfachen Pfades, (Rechte Rede, Handlung und Lebensweise) und als Gegenstand der Achtsamkeit im täglichen steten Verhalten zu verstehen. Die Einhaltung von Silas oder Verhaltensregeln erfolgt anfänglich auf Vertrauen (saddha), gewonnen aus grober Einsicht über den Nutzen des Verhaltens, im Hinblick auf Ursache und Wirkung (Karma) und fördert die Gewissensfreiheit, die zur Erlangung angemessener Konzentration und Einsichtgewinnung erforderlich sind. Gleichzeitig schützt die Einhaltung von Silas vor Verletzungen anderer sowie seiner selbst und trägt zur Harmonie im Umfeld und im Alltag bei.

(Wikipedia)

Dana

Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und sind unpolitisch. Spenden für die Unterhaltung der Räumlichkeiten sind erwünscht, allerdings darf jeder selbst entscheiden, wie viel er spenden kann und will. Auch das ist ein Übungsweg.

Dhamma/Dharma

Wir folgen den Lehren des Buddha. Esoterische Gedanken, so sehr sie auch ihre eigene Berechtigung haben können, wollen wir in unserer Gruppe nicht teilen. Dagegen sind wir offen für alle buddhistischen Traditionen und integrieren daraus vor allem die Lehren und Anweisungen, die für die (stille) Erkenntnismeditation unterstützend wirken. Vipassana-Meditation steht nicht in Widerspruch zu Religion oder Konfession und erfordert keinen Glauben. Der Buddha forderte seine Schüler auf, die Wahrheit seiner Botschaft in eigener Erfahrung zu prüfen, vor allem an den Folgen, die sich aus ihrer praktischen Anwendung ergaben. Er wollte keinen blinden Glauben, sondern warnte ganz entschieden davor, sich von oberflächlichen Gründen leiten zu lassen — von modischen Ideologien, konventionellen Zwängen, bloßen Spekulationen oder dem Charisma von Gurugestalten. Zwar war es auch aus seiner Sicht gut, das Urteil erfahrener Menschen Ernst zu nehmen, doch das allein reichte nicht aus.

Alles ist Meditationsobjekt

Die Meditation kann im Sitzen (Matte, Kissen, Stuhl), Stehen oder Liegen erfolgen, je nach Notwendigkeit. Einschlafen ist ein Risikofaktor J, den wir notfalls eingehen (und bei den anderen akzeptieren), um den müden Geist zu erforschen. Geräusche (nicht ausgeschaltetes Handy, Toilette, Husten, Rascheln etc.) sind Teil unserer Lebenswirklichkeit, die wir zur Hör-Meditation nutzen können. Schweigen und Zuhören sind große Geschenke, die wir uns gegenseitig machen wollen. Die Raumsituation erfordert Pünktlichkeit. UND: Unsere Räume sind rauchfrei und Parfüms und starke Deodorants dürfen nicht sein, da manche Menschen auf sie allergisch reagieren.

Motivation

Wir haben alle verschiedene Gründe dafür, warum wir uns für Meditation interessieren: philosophische Neugier, Unterstützung bei psychischer, emotionaler und spiritueller Entwicklung, Wellness/Entspannung, endgültige Befreiung des Geistes und Erwachen aus unserer Traumwelt wie ein Buddha. Wenn wir uns voll und ganz auf die Meditation einlassen, wird sich unsere Motivation erfahrungsgemäß immer wieder ein bisschen verändern, ebenso, wie sich unser Dasein in dieser Welt langsam Richtung mehr Verbundenheit, Leichtigkeit und Gelassenheit verändern wird. Zweifel können zu jeder Zeit auftauchen. Bei der Auswahl der Meditations-Stilrichtung, beim stillen Sitzen, ja selbst nach vielen und intensiven Jahren der Praxis, wobei wir in letzterem Fall schon gelernt haben, wie wir hilfreich damit umgehen können. Ein berühmter Zweifel am Anfang ist: "Ich kann das nicht! Das ist nichts für mich! Ich bin ja ständig nur am Denken!" Herzlichen Glückwunsch!! Das ist bereits die erste grundlegende Einsicht der Einsichtsmeditation. Willkommen im Club :-). Ab jetzt wird's spannend: Wer oder was denkt? Bin ich meine Gedanken, wenn ich sie doch überhaupt nicht denken will? Wer ist der Chef/die Chefin im Haus? Was ist überhaupt ein Gedanke? Die Erforschung unseres Geistes sowie des Zusammenspiels Geist-Körper ist eine grandiose Spielwiese mit vielen überraschenden und transformierenden Erkenntnissen. Wir müssen uns nur ganzen Herzens darauf einlassen.

Fred von Allmen schreibt dazu in seinem Buch "Mit Buddhas Augen sehen": "Meditation und Dharmapraxis bedeuten Entdecken, Erforschen und Ergründen, erfordern ein Leben lang viel Einsatz, Hingabe und Anstrengung. Sie verlangen ein leidenschaftliches Interesse, das Geheimnis, ein fühlendes Lebewesen zu sein, zu erforschen und sich dem Mysterium des Bewusstseins vorbehaltlos zu öffnen."

Wichtig: Meditation kann eine erforderliche psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen!

UND:

In unserer Gruppe gibt es (bisher) keine autorisierten Lehrenden! Fred von Allmen schreibt zum Thema Lehren in "Mit Buddhas Augen sehen": Etwas einfacher verhält es sich beim Teilen der Lehre mit Freunden. Manche Lehrende halten es für problemlos, ja hilfreich, wenn sehr erfahrene Studierende, die viele Retreats gemacht haben, zum Beispiel eine Abendgruppe leiten. Man teilt so sein Verständnis mit anderen. Dies sollte allerdings in enger Zusammenarbeit mit der eigenen Lehrerin, dem eigenen Lehrer geschehen. Zwischen dieser Art zu teilen und dem Leiten längerer, intensiver Kurse besteht aber ein großer Unterschied."

Mittelfristiges Ziel

Wir wollen autorisierte Dharma-Lehrende nach Nürnberg holen und entsprechende Veranstaltungen organisieren.